Sonntag, 18. September 2016

Gesund ernähren: Hundefutter und Leckerli im Test

Bei der Hundeernährung scheiden sich in der Regel die Geister. Die einen füttern ausschließlich trocken, die anderen Dosenfutter und die dritten sind Verfechter von rohem Fleisch. Dazwischen gibt es noch jene Herrchen und Frauchen, die sich in Sachen Futter nach ihren Vierbeiner richten müssen, weil diese echte Feinschmecker sind. Wir sind der Meinung, dass es den einen richtigen Weg nicht gibt, sondern dass jeder Hundebesitzer austesten muss, was für seine Fellnase das Beste ist. Schließlich gibt es inzwischen auch immer mehr Tiere, die auf bestimmte Futtermittel oder Inhaltsstoffe allergisch reagieren. Besonders häufig ist eine Unverträglichkeit von Weizen. Aus diesem Grund entwickeln Hundefutterhersteller immer mehr weizen- beziehungsweise getreidefreie Produkte. Auch wenn Anela keine Allergie hat, hat sie einige davon für euch getestet.

Warum wir getreidefrei füttern

Unsere Golden Retriever Hündin bekommt seit Welpenalter getreidefreies Hundefutter und wird teilgebarft. Das heißt am Morgen füttern wir trocken und am Abend frisches Fleisch (unterschiedliche Sorten von Lamm über Rind bis zu Innereien) mit Gemüseflocken gemischt. Wir haben das von ihrer Züchterin Bianca Richter übernommen, die durch ihre eigenen Hunde viel Erfahrung hat. Und ich muss sagen, dass wir damit auch bis heute sehr gut fahren. Anela ist gesund und fit, hat ein schönes Fell und ihr Output ist jeden Tag relativ wenig, was darauf hinweist, dass sie das Futter sehr gut verwerten kann. Sie hat sehr selten Verdauungsprobleme, die in der Regel auch nicht am Hauptfutter liegen, sondern an Leckerli, die sie nicht verträgt. Dazu gehören zum Beispiel Knochen.
Ob getreidefreies Hundefutter notwendig ist oder nicht, darüber sind sich selbst Experten nicht ganz einig. Trotzdem sind wir davon überzeugt und würden auch nicht umstellen. Wir bemerken es immer wieder, wenn unsere Golden Retriever Hündin einmal mehr Leckerli bekommt, die zu einem Großteil aus Getreide besteht, denn dann ist die Menge ihres Outputs größer.

Neues Futter und neue Leckerli im Test

Bislang haben wir die Sorte „Ente und Kartoffel“ von Christopherus gefüttert. 




Das getreidefreie Hundefutter haben wir damals von unserer Züchterin erhalten und erst einmal nichts anderes ausprobiert. Allerdings gibt es dieses bei uns in der Nähe nicht zu kaufen. Lediglich im Hundeshop von Bianca Richter ist es vor Ort oder online erhältlich. Daher haben wir es immer in unterschiedlichen Shops online bestellt, wobei es auch nicht überall verfügbar ist und es eine Zeitlang schwierig war einen Online Shop zu finden. 














Inzwischen sind wir auf das Hundefutter von Josera gestoßen, das es in der gleichen Sorte wie das von Christopherus gibt. Wir haben nicht lange überlegt und haben es vor einigen Wochen bestellt.  


Es enthält unter anderem folgende Inhaltsstoffe für einen gesunden, vitalen Hund:


- Wertvolle Fettsäuren
- Vitamine     
- Zink (in einer leicht verdaulichen, organisch gebundenen Form)
- Kupfer (in einer leicht verdaulichen, organisch gebundenen Form)























Darüber hinaus haben wir uns entschieden, neue Leckerli auszuprobieren, weil wir es wichtig finden, dass auch diese einen hohen Fleischanteil besitzen und von hochwertiger Qualität sind. 

1. Wildkind Grand Lake


Diese Leckerli eignen sich auch als Alleinfuttermittel für Hunde. Sie enthalten 43 Prozent Fisch sowie Waldbeeren, Wildkräuter und Wurzeln. Wertvolle Zusatzstoffe wie Calcium, Phosphor, Omega-Fettsäuren, Biohefe und verschiedene Vitamine.













2. Wild-Minis von Pets Deli


Der Hersteller bietet auch sehr hochwertiges Hundefutter, das Lebensmittelqualität besitzt. Die Wild Minis Leckerli bestehen ausschließlich aus Wildfleisch, Kartoffeln, Apfelrohfaser und Meersalz. Anela ist ganz verrückt nach diesen Leckerli. Als Golden Retriever frisst sie zwar eigentlich alles, aber sie zeigt durch ein entsprechendes Verhalten durchaus ihre Begeisterung. Wenn sie könnte, würde sie wahrscheinlich für die Wild Minis einen Rückwärtssalto machen.







Warum sind hochwertige Leckerli wichtig?

Es macht wenig Sinn, den Hund mit hochwertigem Hundefutter mit hohem Fleischanteil zu füttern und ihn zwischendurch mit minderwertigen Leckerli zu belohnen. Das ist ab und an schon in Ordnung, jedoch macht sich das – wie oben bereits beschrieben – beim Output bemerkbar. 
Wir haben uns eine Zeitlang schwer getan, passende Leckerli zu finden. Anfangs haben wir Anela Straußensehnen gegeben, weil sie an diesen lange kauen kann und das auch zur Beschäftigung ideal ist. Das hat auch am Anfang ganz gut geklappt, aber irgendwann hat unser Gierschlund immer wieder größere Teile der Straußensehne heruntergeschluckt. Das Ende vom Lied war, dass sie uns nachts geweckt hat, weil sie brechen musste oder Durchfall hatte. Die unzerkauten Stücke brachten ihre Verdauung so durcheinander, dass sie beim letzten Mal einige Tage damit zu tun hatte. Ausprobiert haben wir auch getrocknete Schweineohren und Rinderhautknochen. Bei jedem Kauleckerli besteht das Problem, dass unsere Golden Retriever Hündin größere Teile einfach herunterschluckt, wenn sie es eilig hat, weil ein anderer Hund in der Nähe ist oder gerade Besuch gekommen ist, den sie unbedingt begrüßen will.
Mir war das schließlich zu gefährlich, weil ich Angst hatte, dass irgendwann mal ein Tierarztbesuch notwendig wird, weil ein Teil stecken geblieben ist. Daher haben wir jetzt getrocknete Fleischteile ausprobiert. Dabei handelt es sich um Hähnchen- oder Entenfilet, das bei hohen Temperaturen ohne Zusatzstoffe im Ofen getrocknet wird. Daran kann sie zwar nicht lange herumkauen, aber dafür auch keine Teile verschlucken. Zudem schmecken ihr die getrockneten Fleischteile sehr gut.




















Wir hoffen, dass wir euch mit diesen Informationen und Empfehlungen weiterhelfen können, damit ihr eure vierbeinigen Lieblinge artgerecht und gesund ernähren könnt. Denn dies ist vom Welpenalter an eine wichtige Voraussetzungen für ein langes und glückliches Hundeleben.